Chibi-Robo! Zip Lash – im Test #nintendo #ChibiRobo #Amiibo

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Bevor ich nun mit dem eigentlichen Test anfange, möchte ich ein wenig in der Zeit zurückgehen. Keine Sorge, es wird nur ein kurzer Ausflug.

Chibi-Robo! Zip Lash ist nicht das erste Spiel mit dem kleinen Steckdosen-Roboter, aber das habt ihr sicherlich schon gewusst, oder? Falls nicht: Bereits 2005 (so lange ist das auch nun wieder nicht her) wurde das erste Spiel mit dem silbernen, knapp 10cm großen Haushaltshelfer für den Nintendo GameCube veröffentlicht. Geplant war, dass Chibi-Robo! Plug Into Adventure! als Point’n’Click Adventure unter die Leute gebracht wird, was anscheinend nicht in Nintendos Plan gepasst hat und so wurde das Konzept am Ende verworfen und heraus kam ein klassischer Platformer mit Adventure Elementen.

Doch auch wenn das Spiel bei den Kritikern, auf Grund der charmanten Story und dem tollen Soundtrack, eigentlich gar nicht mal so schlecht abgeschnitten hatte, war Chibi-Robo! Plug Into Adventure! nicht unbedingt ein Verkaufsschlager. Allerdings hielt dies Nintendo nicht ab, ein paar Nachfolger (für Nintendo DS, und später auch ein kleines SpinOff für den 3DS) zu veröffentlichen, so wie ein Remake des Originals für die Wii. Ich will Euch aber nicht weiter langweilen und will’s damit mal belassen.

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ALIENS! ALIENS KLAUEN UNSERE ROHSTOFFEEEE… und… und… SÜSSIGKEITEN!!11elf

Als hätte die Erde nicht schon genug Schwierigkeiten, mit verschwindenden Rohstoffen, haben fiese (und allerdings auch putzige) kleine Ausserirdische es ebenso auf die besten Dinge abgesehen, die unser blauer Planet so bieten kann: Süßkram! Und da hört bei aller Liebe der Spaß nun wirklich auf! Zumindest meint dies der gute „Telly“, ein kleiner, fliegender Fernseher, dessen Aufträge unser ChibiRobo gewissenhaft erfüllt. Gerade war man also noch dabei eine Raumstation zu pflegen, geht es mit dem „BFO“ (eigentlich ein „UFO“, aber „unbekannt“ ist das Flugobjekt uns ja nicht wirklich…) flugs zur Erde. Dort angekommen, stürzt man sich in ein interkontinentales Abenteuer.

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Drücke jetzt lange X, dann A und machen einen Handstand.

Nein, so schlimm es es zum Glück nicht und es gibt vorab ja auch ein kleines „Tutorial“, das euch die Steuerung ein wenig näher bringen wird, denn auch wenn Chibi-Robo! Zip Lash wie ein stinknormales Jump’n’Run erscheinen mag, hat es die Steuerung ein wenig in sich.

Für gewöhnlich läuft man mit dem Analog-Pad durch die Gegend, dasht mit der rechten Schultertaste und hüpft munter mit der A-Taste. So weit, so gut. Angriffe werden mit der X-Taste ausgeführt. Auch das kann man noch mit sich vereinbaren. Mit X schleudert ChibiRobo allerdings sein Stromkabel nicht nur in Richtung der Aliens (hierzu die Taste nur kurz tippen), sondern man kann damit sogar an speziellen, orangen Flächen andocken, um größere Abgründe zu überwinden. Dazu hält man einfach die X-Taste länger gedrückt (ChibiRobo beginnt nun, das Stromkabel wie ein Lasso über seinen Kopf schwingen zu lassen) und wählt nun mit dem Anlogstick aus, ob man das Stromkabel nur gerade aus schleudern möchte, oder in einem 45° Winkel nach oben und drückt dann final die A-Taste, um das Manöver auszuführen. Dies funktioniert übrigens auch in der Luft. Hierzu drückt man zuerst A für einen kurzen Sprung, dann in der Luft X (gedrückt halten) und man beginnt zu geleiten. Währenddessen kann man natürlich auch ein Andockmanöver ausüben (dieses Hochhüpfen und Gleiten erinnert ein wenig an SuperMario im Flughörnchen-Kostüm).CI7_3DS_ChibiRoboZipLash_ChibiRobo_CMM_big

Soweit verstanden? Gut, denn wir haben ja noch die Y-Taste. Diese hat im Prinzip eine ähnliche Funktion wie die X-Taste, mit einer kleinen Abänderung. Mit dem Powerwurf, kann der kleine Roboter sein Stromkabel um einiges weiter schleudern (insgesamt ist die Reichweite von weiteren Faktoren abhängig, auf die ich später nochmal zu sprechen komme). Ein Vorteil: Die Wurfrichtung ist nicht nur auf „gerade“ und „45° nach oben“ beschränkt. Mit dem Analog-Pad stehen für das Wurf- und Andockmanöver volle 360° zur Verfügung! Das ist natürlich noch nicht alles, denn der Powerwurf besitzt zudem die Besonderheit, dass der Stromstecker an einer gewöhnlichen Mauer abprallt… und dies sogar mehrmals. Das ist natürlich nicht nur ein lustiges Gimmick, denn die Spielmechanik fordert euch ab und an dieses Feature geschickt einzusetzen, um das Stromkabel auch an vermeintlich unerreichbare Stellen platzieren zu können. Wohin der Stromstecker fliegt ist im Prinzip vorab ganz einfach abzuschätzen, denn man bedient sich dem klassischen „Einfallswinkel = Austrittswinkel“-Prinzip“.

Wenn ich den kurzen Text zur grundlegenden Steuerung (Feinheiten ausgenommen) nochmal Revue passieren lasse, dann ist dies am Ende doch nicht so kompliziert, wie Eingangs vielleicht noch hätte meinen können… *räusper*

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Von A nach C über B wäre zu einfach. Lass uns was neues probieren, was den Spieler mit der Zeit total nerven wird!

Man kennt das ja aus den diversen anderen Platformern: Man beginnt eine Reise bei Punkt A, geht dann nach B, dann zu C…usw… bis man schließlich am letzen Level und gleichzeitig beim Bosskampf angekommen ist. Dieses Prinzip hat sich über Jahre bewährt, auf Grund wohl seiner unnachahmlichen einfach zu kapierenden Art und Weise. Man kann hier als Spieler auch nun wirklich nichts falsch machen, sich also irgendwo verlaufen und niemals am Levlende ankommen… oder so.

Nun scheinen die Entwickler… und ich bleib jetzt hier mal jugendfrei… einen besonders großen und lustigen Clown gefrühstückt zu haben. Das Resultat? Das gute alte Reise-Prinzip wurde über Board geworfen und auch eine „Glücksrad-Komponente™“ ersetzt. So kann einem Fortuna nun hold sein und man darf den Weg wie gewohnt weiterführen, oder… man wird einfach in einem anderen Level abgesetzt. „Na gut“ möchte man meinen „dann hab ich halt ein Level übersprungen“. – Nee, gar nicht gut, denn um die komplette Mission (bzw. den Kontinent) abschließen zu können, muss man alle Level durchspielen. So muss man also gezwungenermaßen ein Level erneut durchspielen, um danach das Anschlusslevel zu erreichen. Das wäre vielleicht nicht so schlimm, hätte das erneute Durchspielen eines Levels einen spielerischen Mehrwert. Dieser fehlt allerdings. Und hab ich schon erwähnt, dass wenn man besonders viel Pech hat, ein Level mehr als zweimal spielen darf?

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Ja, ich geb’s ja zu. Ich hab ein wenig übertrieben. Natürlich wird man nicht „gezwungen“, auch wirklich alle Level zu spielen. Man darf auch gegen einen Einsatz der inGame-Währung die fehlenden Level komplett abhaken und „offiziell“ überspringen. Dies hat man sich anscheinend von den unsäglichen Mobile-Spielen abgeschaut, wie etwa bei Can… äh… ich nenne an dieser Stelle mal keine Namen. Ich glaube, „King Digital Entertainment“ hört das nicht all zu gerne. Sei’s drum: Diese InGame-Währung will aber auch mal erst verdient werden. Warum also ein Spiel unnötig verlängern und den Spieler verärgern? Aber halb so wild, denn hat man mal eine Welt komplett abgeschlossen, steht einem auch endlich die freie Levelauswahl zur Verfügung. Besitzt man keinen Amiibo, lassen sich diese Upgrades auch keinen einen Einsatz der inGame-Währung erwerben.

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Ah – Upgrades!

Wie Eingangs schon erwähnt, ist das umherschlendern des Stromkabels das A und O des Spiels. Leider hat man Anfangs noch mit einer sehr begrenzten Reichweite zu kämpfen. Doch zum Glück gibt es gut verteilte blaue und rote Kügelchen, mit denen sich die Länge des Kabels hervorragend erweitern lässt. Hält man seine Augen offen, wird man in manchen Leveln nicht nur gewöhnliche Steckdose finden, mit denen man einen kleinen Energieschub erhält, sondern auch spezielle Steckdosen, die unseren kleinen Robo dermaßen unter Strom setzen, dass der kleine Feuer fängt. Aber keine Panik, denn so lassen sich Hindernisse (wenn auch nur für kurze Zeit) recht praktisch zusammenschmelzen.

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Amiibo mio!

Das wohl größte Upgrade jedoch, erhält man mit dem speziellen ChibiRobo Amiibo. Hat an einmal das putzige Plastikspielzeug mit seinem (new) 3DS verbunden (alternativ mit dem separat erhältlichen NFC Reader), mutiert unser ChibiRobo zum SuperChibiRobo, wodurch unser kleiner Freund nicht nur einen kleinen Geschwindigkeitsbonus erhält, sondern auch die Reichweite unseres Enterhaken-Stromkabels drastisch erhöht wird. Dies funktioniert freilich nicht ständig und auch nicht unbegrenzt. Nutzt man jedoch seinen Amiibo öfter, lässt sich dieser hochleveln, wodurch sich das Limit ein wenig erhöhen lässt.

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Ein unglaubliches Adventure mit einer magischen Benutzerführung…verblüffenden 3D-Grafiken…klassischer Musik und Soundeffekten. Nicht zu vergessen die detaillierte Animation und die Spezial-Effekte. Sowie die einfache Bedienung und die deutsche Übersetzung.

Grafisch ist ChibiRobo Zip Lash natürlich kein Brett. Das muss es aber auch nicht. Die Charaktere wirken unheimlich putzig auf dem Bildschirm des Nintendo 3DS und die Ausgestaltung der Level. kann sich sehen lassen. So wandert man durch das mystische Ägypten, oder auch über prächtige Strände. Und die Farben? Die strahlen ganz besonders fluffig auf die Netzhaut!

Auch die Ohren dürfen nicht vernachlässigt werden. So werden nicht nur mit spritzigen Soundeffekten versorgt, sondern dürfen auch einem exzellenten Soundtrack lauschen, bei dem man ab und an sich dabei erwischt, mitzuwippen. Wie gewohnt gibt es natürlich keine gesprochenen Dialoge. Dafür eben das Nintendo DS typische Gemurmel der Charaktere. Diese haben sogar ihre ganz eigenen… nun… „Stimmen“, die einem mal mehr, mal weniger den Eindruck angespannter Kraft vermitteln, wenn ihr versteht, was ich meine.

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Noch wach? Dann komm ich mal zum Fazit!

Nun… eigentlich gibt es noch so viel zu erzählen, wie etwa die unglaublichen vielen Dinge, die ihr in Eure Missionen aufsammeln dürft (Süsskram, Müll… schließlich dient es ja dem Wohle der Menschheit und der Erde), oder erleben könnt. So gibt es etwa sogar eine kleine Reihe an „Minispielen“ die ihr absolvieren dürft, wie etwa Wakeboarding, oder Skateboard fahren. Diese kleinen Spielchen sind vom Schwierigkeitsgrad sogar ein wenig knackiger, da die gewohnten „Savepoints“ fehlen. Ausserdem führt ein Sturz nicht etwa dazu, dass man ein wenig von seiner Energie verliert. Stattdessen ist die Mission sofort zu Ende.

Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass auch wenn ChibiRobo Zip Lash den einen oder anderen Makel hat, ich doch jede Menge Spaß mit dem Titel hatte, wohl auch wegen des knuffigen kleinen Helden. Die „optionale“ Amiibo Figur, ist ein besonders knuffiges Gimmick, mit dem man sich sogar einen kleinen Vorteil verschaffen kann, aber nicht muss. Wer also auf der Suche nach einem soliden Jump’n’Run ist, darf wohl bedenkenlos zugreifen. Jüngere, als auch ältere Zocker, die den Helden vielleicht aus vergangenen Tagen her kennen, werden gleichermaßen gut bedient.

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SPIELINFO
Genre: Platformer, Jump’n’Run
Hardware: Nintendo (new) 3DS | 2DS
Entwickler: skip/Vanpool
Publisher: Nintendo
Release: 06.11.2015hh
Extra: Amiibo (bei „alten 3DS“ und 2DS ist ein NFC Reader erforderlich)

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