Für alle Blogger: Facebook Gewinnspielregeln & rechtliche Änderungen bei sponsored Posts – Mache ich mich strafbar?!

rechtliches

 

Huhu ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein wenig informieren und kein Produkt vorstellen.

Immer öfter sehe ich, das viele Blogger bei ihren Facebook Gewinnspielen nicht die festgelegten Regeln für eben diese einhalten. Aber die meisten werden es vermutlich auch gar nicht besser wissen. Ebenso wurde etwas bezüglich der sponsored Posts geändert.

Aber erstmal zu den Gewinnspielen die man selber auf seiner Facebookseite veranstaltet.

Hier gibt es einige Dinge zu beachten, welche ich hier jetzt einfach mal stichpunkthaft aufführe.

  • es muss immer zu den Teilnahmebedingungen verlinkt werden (diese sollten auf dem Blog unter einem extra dafür angelegten Reiter zu finden sein)
  • das Teilen eines Beitrags darf KEINE Bedingung zur Teilnahme sein
  • Freunde markieren darf ebenfalls keine Bedingung sein
  • der Teilnahmeschluss muss ersichtlich sein
  • es muss immer der Hinweis am Ende des Gewinnspielpostings stehen, dass das Gewinnspiel in keinerlei Verbindung zu Facebook steht und nur von euch und gegebenenfalls euren Sponsoren veranstaltet und organisiert wird

So ich denke hiermit habe ich die wichtigsten Punkte aufgelistet. Hält man auf diese Punkte nicht ein, steht es Facebook frei die jeweilige Seite zu sperren.  Und das möchte, denke ich zumindest, kein Blogger wirklich gerne.

Das einzige, was hier wirklich nur zu eurer Absicherung sein soll, ist die Verlinkung zu den Teilnahmebedingungen. Hier legt ihr einige Dinge fest, wie zum Beispiel die Haftung für beschädigte Gewinne etc.

Falls ihr euch das auch selber nochmal durchlesen möchtet könnt ihr dies hier in den Facebookrichtlinien einmal tun.  Den Punkt Promotion findet ihr bei Punkt III E.

Kommen wir mal zu den sponsored Posts

Gerade wir als „Testblogger“ haben ja relativ viele, wenn nicht sogar ausschließlich sponsored Posts auf unseren Blogs. Aber auch jeder Bücher-, Food-, Lifestyle-, oder gar Modeblog hat ab und an mal einen sponsored Post. Sobald ihr Geld, oder ein Produkt kostenfrei gestellt bekommt, um darüber zu berichten handelt es sich um einen sponsored Post. Dieser muss gekennzeichnet werden. Es war eine Weile so, dass man das einfach unter seinem Bericht/Artikel so gekennzeichnet hat. So machen das auch die meisten. Auch wir haben das bisher so gemacht. Nun gibt es aber eine Änderung. Diese Änderung besagt, dass dieser Hinweis den Lesern schon am Anfang des Posts kenntlich gemacht werden muss. Alle sponsored Post sollten ausschließlich No-Follow Links beinhalten. Hält man sich nicht an diese Regelungen, kann dies zu ganz bösen Abstrafungen von Google führen. Mit solch einer Abschaffung verschwindet euer Blog nämlich ganz schnell aus dem Google Index. Was ziemlich negative und üble Nebenwirkungen hat. Ihr werdet nämlich einfach nicht mehr über die Suchmaschinen gefunden. Ja klar, manche werden sich jetzt denken, dass sei nicht so dramatisch. Ist es aber doch, gerade wenn man schon länger mit seinem Blog online ist.

Weiteres und die genaue und ellenlange Fassung dazu könnt ihr auf folgender Seite nachlesen.

Gewerbe ja oder nein?!

Naja immer öfter kommen hitzige Diskussionen zu diesem Thema auf, manche sind hier auch leider doch sehr beratungsresistent. Ich vertrete die Meinung, das jeder Blogger, gerade unter den Testblogs zumindest ein Kleingewerbe anmelden sollte. Es gibt einen geringen Freibetrag von circa 40 Euro. Diese müsst ihr nicht angeben. Viele Blogger gehen davon aus, dass sie ja kein Gewerbe anmelden, wenn sie „nur“ Produkte bekommen. Falsch gedacht! Denn auch diese müssen beim Finanzamt (im folgenden mit FA abgekürzt) angegeben werden. Wenn man über Produkte berichtet, die man sich selber gekauft hat, dann sollte man jeden einzelnen Kassenbon aufheben, weil irgendwann kommt das FA und möchte gerne Nachweise sehen.

Nur mal so als Beispiel:

Eine Beautybloggerin arbeitet mit einer Agentur zusammen, die ihr regelmäßig Nagellacke zum Vorstellen schickt. Der Wert von einem dieser Lacke liegt ungefähr bei 8€. Sie bekommt nun einmal die komplette neue Kollektion zugeschickt, mit 6 Lacken. Und schon liegt sie über diesem Freibetrag von 40€ und muss den 6. Lack und alle weiteren Produkte beim FA melden.

Ich kann euch nicht sagen, wie das euer FA handhabt. Aber geht hin oder ruft dort an und erkundigt euch wie das aussieht, was ihr rechtlich beachten müsst, um eben nicht für Steuerhinterziehung oder Finanzbetrug belangt zu werden. Und egal was euer FA auch sagt, lasst euch das schriftlich geben. Manche sagen einem auch, dass ihr die Produkte nicht angeben müsst. Wenn solch eine Aussage kommt, lasst euch das wirklich schriftlich mitgeben und heftet das zu euren Unterlagen. Denn das ist eine Person die das sagt. Und ihr habt ansonsten nichts schriftliches, was ihr vorlegen könnt, wenn sie dann doch einmal alle Unterlagen haben wollen.

 

Das war es heute auch von mir und ich hoffe ich habe euch ein paar neue Dinge erzählen können und ihr seid jetzt auf der sicheren Seite. Denn leider ist es wirklich so: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!“

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2 Kommentare

  1. Jeder Artikel muss also eigentlich gekennzeichnet werden von den Bloggern, wenn sie den darin vorgestellten Gegenstand zur Verfügung gestellt bekommen haben? Das machen aber einige anscheinend dann auch nicht, oder?

    Lg Yannik

    1. Hallo Yannik,

      ja es ist Pflicht diese Artikel zu kennzeichnen, wir halten uns akkurat daran.
      Aber ja es gibt leider immer noch viele Blogger die das nicht tun, auch die größeren.
      Man sollte die Konsequenzen die einem drohen, wenn man es nicht macht, nur nicht unterschätzen.

      Liebe Grüße,
      Angelique

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